Die Zahnfee…

…war schon sehr sehr lange nicht mehr bei mir. Zum Glück. Irgendwann sind ja nun mal alle Milchzähne weg und man möchte seine „Richtigen“ doch gerne behalten. Auch wenn ich es geliebt habe, Kleinigkeiten unterm Kissen, als Tausch für meinen Zahn zu finden. Falls ich allerdings nun keinen Ersatz für meine Plastikzahnbürste finde und daher meine Zähne nicht mehr putzen kann, wird die liebe Zahnfee wohl bald wieder zum Einsatz kommen. Und ich fürchte meine Mama hat keine Lust von Flensburg für einen Zahn bis nach Heidelberg zu fahren, nur weil ihre Tochter zu faul war einen plastikfreien Zahnbürstenersatz zu finden. 😀
Alsooo habe ich gerade mal etwas recherchiert. Ist ja auch nichts, wo man jetzt lange suchen müsste. Was mich übrigens sehr erstaunt hat. Sowieso finde ich es sehr erstaunlich, wie viele Menschen sich scheinbar schon Gedanken um Plastikverbrauch machen und auch etwas dagegen tun. Schade, dass das alles noch nicht im Einzelhandel und den üblichen Supermärkten angekommen ist…
Ich habe nun drei verschiedene Zahnbürsten aus Bambus, mit Naturborsten gefunden. Zum einen die Hydrophil, die Ecobamboo und die Sidco. Ich finde alle sehr schön und habe nun die Qual der Wahl Vor allem gespannt bin ich aber, wie es sich damit putzt. Genau so wie mit meiner Elmex, oder doch etwas anders? Und wie lange so eine Naturzahnbürste wohl hält finde ich auch sehr interessant. Ich werde berichten wie es auf dem Gebiet so weiter geht.

Im gleichen Zuge habe ich übrigens von einer Freundin Zahnputztabletten von Lush empfohlen bekommen. Für mich wirkt das Ganze doch sehr seltsam, einfach eine Tablette zerkauen und dann soll man Zähne putzen können. Ob ich das noch ausprobiere weiß ich noch nicht genau. Bei Zahnpasta ist es bei mir genau wie mit Duschgel und Shampoo, das habe ich irgendwie immer für mindestens ein Jahr vorrätig. Einfach weil ich liebe welches zu kaufen. Meist bei Yves Rocher, aber das wird dann wohl auch aufhören, da leider das Meiste doch in Plastik verpackt ist. Das Kaffee Duschgel vermisse ich jetzt schon… -.-

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Schoko, Nuss, Früchte, ohne Müsli gehts nicht.

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Leider scheint nur Müsli ohne Plastik gerade unmöglich zu sein. Oder unbezahlbar. Als arme Studentin muss man ja aufs Geld achten und auch wenn ich bereit bin mehr auszugeben, wenn es ohne Plastik ist und somit der Umwelt gut tut, irgendwo sind da auch mal Grenzen gesetzt. Ich werde wohl heute oder morgen mal bei Annas Unverpacktes vorbei schauen und gucken wie teuer ihr Müsli so ist und ob sie Sorten hat, die uns schmecken könnten. Ansonsten wird es wohl recht aufwendig und ich werde mal probieren Müsli selbst zu machen. Bei den Müsli Riegeln hat das ja schon ganz gut geklappt, auch wenn ich sie gerne knuspriger gehabt hätte. Aber auch so hatten sie Suchtgefahr und da ist mir aufgefallen, dass es auch einen psychologischen Effekt für mich hat, wenn die Riegel alle einzeln verpackt sind. Meine Selbstgemachten liegen einfach so in der Küche rum und da ist die Versuchung recht groß ab und zu mal einen zu naschen. Wodurch ich natürlich viel mehr esse. AAABER auch dafür habe ich eine Lösung. Ich habe in meiner Küche kleine Frühstückspapiertütchen gefunden (jaha, bei so viel Backkram kann man schon mal den Überblick verlieren…) und werde die Riegel nach darin verpacken.
Zum Müsli habe ich ein ganz nettes Rezept für Amaranth-Knuspermüsli gefunden, das recht einfach klingt und verspricht knusprig zu werden. Mit ein paar Schokoladenflocken oder Kakao dürfte das ganz nett werden. Mal gucken ob ich dann auch alle Zutaten dazu plastikfrei bekomme. Amaranth und Sonnenblumenkerne habe ich bisher nämlich leider nur in Plastiktüten gesehen.
Und noch eine Zutat, die ich mittlerweile sehr gerne einfach ins Müsli esse ist Chia. Das habe ich zwar im Moment noch gut auf Lager, aber auch da werde ich mir eine plastikfreie Alternative suchen müssen.
Da ich getrocknete Früchte oder Rosinen im Müsli absolut gar nicht mag fällt dieses Problem dann zum Glück weg. Was mich gestern im Biomarkt etwas schockiert hat ist die Tatsache, dass auch alle Bio getrockneten Früchte, Nüsse usw. in Plastik Tüten verpackt sind. Man kommt also selbst im Biomarkt kaum ums Plastik herum. Und das sollte doch eigentlich wirklich anders sein, oder dachte nur ich, dass man im Bioladen der Umwelt etwas gutes tut?! -.-

Miri

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Precious Plastic

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Gestern waren wir mal wieder einkaufen. Diesmal ein kleiner Großeinkauf (haha…) beim Kaufland. Eher durch Zufall waren wir dort und haben direkt mal die Chance genutzt und uns in diesem, für uns neuen Supermarkt umgeschaut. Am Ende kam ein Einkauf von 29,05€ heraus. Gekauft haben wir folgendes:

3 Pflaumen
2 Birnen
1 Apfel
1 Pampelmuse
3 Kiwi
1 Ciabatta (leider mit Plastik in der Papiertüte…)
Lyoner
Lyoner mit Ei
Brie
Maasdamer
1 Kasten Mineralwasser
1 Sixpack Bier (Becks Holunder, ich bin gespannt wie es schmeckt…)
5 Dosen Rockstar

Die Wurst und den Käse haben wir an der bedienten Theke geholt. Alles in mit Plastik beschichtetem Papier verpackt. Im Vergleich zu den abgepackten Produkten, aber so viel weniger! Das nächste Mal gehe ich hoffentlich etwas geplanter einkaufen, dann nehme ich mir mal Dosen mit. Die Wurst und der Käse sind übrigens etwa doppelt so teuer wie das billigste abgehackte Produkt. Für das teuerste Abgepackte zahlt man aber nochmal einiges mehr. Preis Leistung finde ich daher vollkommen okay.
Zur Überwachung der Ausgaben habe ich nun auch mal eine Datei angelegt und notiere dort wo und wie viel wir ausgegeben haben. Ich bin gespannt wie viel am Ende des Monats dabei rumkommt.

Übrigens habe ich mich mal ein bisschen schlau gemacht was heute so alles tun um Plastikmüll zu vermeiden und bin dabei vor allem auf viele Ideen gestoßen, was man so alles mit altem Plastik, Shampoo, Tüte, Flaschen usw. machen kann. Das ist natürlich der Weg für die Faulen, aber ich finde es so toll zu sehen wie viele Menschen sich doch Gedanken darum machen. Und natürlich brauche ich nicht 1000 Handyhalter aus alten Flaschen, aber immerhin ist es ein Anfang. Dabei bin ich übrigens auf zwei ganz tolle Sachen gestoßen.
Das eine ist ein kleiner Shop auf DaWanda. Milchmeer ecobags heißt er und ich habe die Sachen beim diesjährigen Beatbasar in Heidelberg begutachten dürfen. Die Taschen werden aus alten Futter- und Zementsäcken hergestellt und sind super schön! Toll finde ich die Idee an sich sowieso, aber die Umsetzung ist auch super. Jede Tasche ist natürlich ein Unikat und die Preise sind absolut in Ordnung. Von diesen kleinen Labels gibt es ja mittlerweile einige und auch der Trend geht ja eher dahin sich Sachen, Kleidung und Taschen  zu kaufen, die niemand anderes hat. Und hier hat es den tollen Nebeneffekt, dass es etwas weniger Müll auf dieser Welt gibt.
Das andere ist Precious Plastic. Die haben Maschinen entwickelt, mit denen man recht einfach Plastic recyceln und zu Neuem verarbeiten kann. So werden alte Flaschen z.B. zu einem schönen Spielzeugkreisel, oder Lampenschirmen. Also zu Gegenständen die dann wesentlich länger halten als so eine Flasche. Die Idee finde ich wirklich unfassbar super. Vor allem weil alle Pläne und Bauanleitungen zu den Maschinen als Open Source online erhältlich sind. So kann jeder diese Maschinen nachbauen und selbst recyceln. Leider ist das für mich alles etwas zu komplex, schweißen und alle anderen komplizierteren Arbeiten sind dann doch etwas zu hoch für mich…

Schaut es euch mal an! Ich finde es absolut super!

Miri

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Und der Monat fängt gerade erst an…

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Diesen Monat habe ich mir wirklich so einiges vorgenommen. Die Plastikchallenge geht ihren Weg und je mehr ich darüber recherchiere, desto trauriger werde ich. Gestern war ich wieder einkaufen, diesmal etwas größer und mit meinem Freund. Den schockiert es ziemlich was so alles in Plastik eingepackt ist, wenn man mal genauer drauf achtet. Zuerst waren wir beim Lidl, aber bis auf Obst und gefrorenen Fisch in einem Pappkarton verpackt konnten wir dort nichts kaufen. Milch im Tetrapack musste es leider auch noch sein, eigentlich entgegen meinem Plan, aber so viel Milch wie mein Freund trinkt wären wir ziemlich ausgebrannt am Ende des Monats…
Danach gings dann noch zum Rewe. Dort haben wir 2 Gläser Joghurt, Hackfleisch und eine Brobackmischung geholt. Erstaunlicherweise ist das Hackfleisch an der Fleischtheke sogar günstiger als das fertig Abgepackte. Plastik gabs dort leider auch dazu, ich war aber einfach zu feige zu fragen ob das auch irgendwie anders geht. Das nächste Mal werde ich wohl bei uns im Bioladen oder der Metzgerei im Ort mit einer Tupperdose auflaufen. Das widerstrebt mir zwar extrem, aber mal fragen kann ja eigentlich nicht schaden, oder?
Eventuell schaffen wir es auch am Freitag mal zu Annas Unverpacktes nach Heidelberg und holen uns dort Müsli und Süßigkeiten! 😀
Ich war übrigens sehr positiv überrascht, bei uns im Rewe gibt es tatsächlich kleine Jutebeutel neben dem Kartoffelfach, in die man seine Kartoffeln verpacken kann. Ein Beutel kostet 99 Cent und ist natürlich wiederverwertbar. Mein Plan war es ja eh Obst und Gemüse in Jutebeutel zu transportieren, aber dass Geschäfte das nun auch so anbieten finde ich wirklich super!

Jutebeutel, Rewe, zerowaste, kartoffeln, diy, experiment, kein plastik, ökologisch, biologisch, test
Jutebeutel Rewe

Mit meiner Mama habe ich mich neulich Abends auch ausführlicher über das Thema unterhalten und einige gute Anregungen bekommen. Dass es in ihrer Kindheit noch absolut normal war in Tante Emma Läden einzukaufen und alles direkt in Papiertüten abgepackt zu bekommen, war mir gar nicht so bewusst. Ich finde es aber ganz interessant, dass nun nach etwa 50 Jahren der Trend wieder eher dahin geht sich mehr Gedanken ums Essen zu machen und Zeit darein zu investieren. Dabei spielt ja auch Service eine große Rolle. Viele Supermärkte werben zur Zeit mit extra Service und Liebe zu Lebensmitteln. Ich glaube vor einigen Jahren war es noch viel wichtiger schnell einkaufen zu könne, durch den Supermarkt zu rennen und alles möglichst eigenständig in den Wagen packen zu können. Mittlerweile, auch mit der ganzen veganen, vegetarischen und allgemein gesünderen Lebensweise kommt auch das Bewusstsein für gutes Essen zurück. Und dafür möchte man sich natürlich auch mehr Zeit nehmen, gut beraten werden und eben wissen wo das Stück Fleisch aufgewachsen ist, was ich mir dann später auf den Grill schmeiße. Ich bin sehr gespannt wohin das alles führt und ob sich die Gesellschaft in den nächsten Jahren vielleicht noch mehr aufspaltet. Schon jetzt ist es vielen ja absolut egal wie ihre Lebensmittel verpackt sind, woher alles stammt und wie gesund es ist. Im krassen Gegensatz dazu, alle die sich sehr mit Essen beschäftigen und auf Fleisch oder ganz auf tierische Produkte komplett verzichten.
Sie hat mir dann noch berichtet, dass unsere ehemalige Nachbarin auch mal probiert hat möglichst Plastikfrei zu leben. Beim Thema Fleisch und Käse hatte sie aber wohl auch so ihre Probleme, da sie sich das Fleisch in Tupperdosen abpacken lassen wollte, diese aber nicht hinter die Theke gelangen durften. Alles natürlich aus Hygienegründen, da gibt es ja Millionen Vorschriften in Deutschland…Ich bin also gespannt ob das alles so einfach wird.

Meine Mama findet die Idee mal eine Weile auf Plastik zu verzichten oder zumindest mehr darauf zu achten auch ganz spannend und hat direkt gesagt sie probiert das nun auch mal.  🙂

Ich werd weiter berichten…

Miri

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