Bromo Vulkan – zwischen Himmel und Hölle

Nach einer kurzer Nacht (gegen 20:30 schlafen wir, 2:45 ist Aufstehen angesagt) wartet unser Bus schon vor dem Hotel und soll uns zum Aussichtspunkt bringen, damit wir die Sonne beim Vulkan Bromo aufgehen sehen. Nach der Fahrt mit dem Bus endet die befahrbare Straße und es geht noch gute 20 Minuten zu Fuß weiter. Zunächst eine recht steile Straße, dann scheinbar nie endende Treppenstufen. Zwischendurch wird schon fleißig heißer Tee angeboten. Es hat unter 10 Grad, laut unserem Tourguide sollen es drei sein, aber das kommt uns zu wenig vor. Oben angekommen stehen wir auf einem Plateau, mit 2 kleinen Dächern aus Beton und einer Mauer an den beiden steil abfallenden Hängen. Da die Mauer recht dick ist und dahinter noch etwas Erde kann ich mich gut darauf stellen, wie einige andere auch und habe zunächst eine Sicht auf ein dunkles Tal und einen sehr schwachen Schein am linken Horizont. Der Bromo befindet sich mittig gesehen und rechts zieht sich das Tal weiter mit Bergen umrahmt. Der Sonnenaufgang ist gewohnt schnell, aber man hat genügend Zeit den Anblick des aus dem Nebel auftauchenden Berges zu genießen. Durch eine Bergkette wird der Nebel um den Bromo gehindert weiter zu ziehen und so sieht es aus, als befände sich um ihn ein Meer, das an den anderen Bergen anbrandet.
Die Aussicht ist der Wahnsinn und wir sind schwer beeindruckt. Als es heller wird sehen wir einige Touristen und einen scheinbar einheimischen Fotografen weiter oberhalb auf einer Klippe stehen. Durch einen Trampelpfand (unfassbar steil und rutschig…) gelangen wir auch dorthin und können nochmal alles besser überblicken und unsere Überwältigung wächst. Auf dem Weg nach unten halten wir immer wieder inne und genießen die verschiedenen Blickwinkel.
Wieder beim Bus angekommen bringt uns dieser zu einem weiteren Treffpunkt, von wo aus es mit dem Jeep weitergehen soll. Da wir aber zwei weitere Passagiere (Franzosen) nicht mehr finden, zögert sich die Abfahrt des Busses etwas heraus. Endlich bei den Jeeps angelangt (Franzosen immernoch verschollen) geht es jeweils zu viert plus Fahrer weiter durch die Sea of Sand zum Fuß des Vulkans. Von dort kann man mit dem Pferd den halben Weg nach oben reiten oder einfach laufen. Wir entscheiden uns für laufen, auch wenn die Pferde sehr gepflegt aussehen und das reiten sicher auch Spaß gemacht hätte.

Am Sammelpunkt der Pferde geht es nur noch knapp 10m weiter, danach folgt eine Treppe. Diese ist allerdings sehr mit Schlamm und Staub bedeckt und es kostet mich viel Überwindung diese nach oben zu gehen.
Oben angekommen kann ich kaum noch laufen. Ein schmaler Weg führt am Krater entlang, zum Krater hin ein kniehohes Geländer, schon sehr zerstört, auf der anderen Seite rein gar nichts. Matze kann einige gute Fotos machen und auch ein Video auf dem man das Getöse des Vulkans recht gut hört. Für mich ist nur ein kurzer Weg zu einer breiteren Stelle drin wo ich mich auf den Turnbeutel setzen kann. Am Ende schaffe ich es noch kurz aufzustehen und einen Blick in den Krater zu werfen! Unfassbar tief und weißer Rauch steigt auf! Der Weg nach unten ist angenehmer als hoch und auf dem Rückweg nehme ich mir noch etwas Sand, als Andenken an dieses denkwürdige Ereignis mit. Um 9 werden wir vom Jeep wieder abgeholt und zum Hotel gebracht. Dort gibt es Frühstück, wir packen und duschen schnell und werden dann schon wieder vom Bus nach Probolinggo gebracht. (Die Franzosen sind wieder da, und frühstücken als wäre nichts gewesen.) Dort holt uns auch schon der nächste Bus ab und es geht nach Bali. Die Fahrt zieht sich unendlich. Gegen halb 10 (losgefahren um etwa 13 Uhr) sind wir auf Bali, finden dort ein Taxi was wir uns mit 2 Franzosen teilen, die weiter bis Lovina wollen.
Etwa eine Stunde später sind wir an unserem La Bella Guest House in Pemuteran. Wir werden super nett mit einem Wassermelonenshake begrüßt und fallen nach einer ausgiebigen Dusche totmüde ins Bett!

 

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